ADPKD ist eine erbliche Erkrankung, bei der sich in beiden Nieren zahlreiche flüssigkeitsgefüllte Zysten bilden. Mit der Zeit wachsen diese Zysten und verdrängen das gesunde Nierengewebe — die Nierenfunktion nimmt allmählich ab.
Die Erkrankung betrifft weltweit etwa 1 von 400–1000 Menschen. In der Schweiz leben schätzungsweise 10.000–25.000 Betroffene. Verursacht wird die Erkrankung durch eine Mutation im PKD1 oder PKD2 Gen — in ca. 85% erblich bedingt, in ca. 15% durch Spontanmutationen (de novo).
Mit moderner Therapie — insbesondere Tolvaptan (Jinarc) — lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Frühdiagnose und regelmässige Kontrollen sind entscheidend.